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Ein Hauch von Mittelalter
vor eiszeitlicher Seenlandschaft

Historische Städte zwischen sanften Hügel, tiefe Wälder und viel Wasser

Die hügelige, wald- und wasserreiche Landschaft des Herzogtums Lauenburg erinnert an Gemälde alter Meister - lieblich, weich und zugleich aufregend und mächtig. Sanfte Hügel vor glitzernden Wasserflächen, weite Felder, durchzogen von Knicks und Alleen, tiefe Wälder mit feuchten Senken und einsame Moore geben dieser Region ihre Fülle.

Darin ruhen die Dörfer und kleinen Städte, die Gehöfte und Herrenhäuser mit ihren roten Ziegeln, Fachwerk und Reetdächern. Heraus ragen die Kirchen auf ihren Fundamenten aus eiszeitlichen Granitbrocken und manchmal ein alter Schornstein mit einem Storchennest. In den kopfsteingepflasterten Gassen Ratzeburgs und Möllns weht ein Hauch von Mittelalter, sind Größe und Macht jener Zeit Heinrichs des Löwen und der Hanse bis heute erlebbar.

„Alte Salzstraße“ und „Stecknitzfahrt“

Zur Konservierung von Fisch und Fleisch war Salz im Mittelalter wertvoll wie Gold. Aus den Lüneburger Salinen – dem damals wichtigsten Salzvorkommen Nordeuropas - transportierten es die Lübecker Hansekaufleute auf der „Alten Salzstraße“ an die Ostsee und machten Lübeck damit zur „Königin der Hanse“. 1398 ließen sie die „Stecknitzfahrt“ bauen - den historischen Vorläufer des Elbe-Lübeck-Kanals. An seinen Ufern fahren Radtouristen heute auf den Spuren des „Weißen Goldes“ auf dem 3-Sterne-Fernradweg „Alte Salzstraße“ von Lüneburg bis Lübeck.

1398 dauerte die Reise der „Salzkähne“ auf den 97 Kilometern von Lauenburg/Elbe nach Lübeck bis zu drei Wochen. 13 und später 17 Schleusen waren zu passieren. In ganz Nordeuropa gab es kein Pendant zu dieser technischen Meisterleistung.

Die historische Wasserstraße bestand aus zwei Flüssen. Nördlich von Mölln bis Lübeck aus der Stecknitz sowie nach Süden bis Lauenburg aus der Delvenau. Beide Gewässer wurden durch einen elf Kilometer langen Graben südlich von Mölln verbunden, der die Wasserscheide überwand und die Stecknitzfahrt so zum ersten Wasserscheidekanal Europas machte.

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Eine Präsentation zu dieser bedeutenden Wasserstraße gibt es im Museum im Alten Rathaus Mölln:

Präsentations-Seite

Weitere Informationen zum Radweg finden Sie auf der Seite des Herzogtums Lauenburg:

www.herzogtum-lauenburg.de

Ratzeburg – ein Dom und ganz viel Wasser

Die mittelalterliche Inselstadt Ratzeburg ist für ihren Rudersport bekannt sowie für die Künstler Ernst Barlach und A. Paul Weber. Alles überragendes Symbol im Zentrum der Kreisstadt ist der romanische Backstein-Dom.

www.herzogtum-lauenburg.de/ratzeburg-inselstadt

Mölln – Alte Salzstraße und Till Eulenspiegel

Möllns historische Innenstadt mit der Nicolaikirche im Zentrum ist sehenswert. Hier soll der Narr Till Eulenspiegel seine letzten Lebensjahre verbracht haben und um 1350 gestorben sein. Der anerkannte Kneippkurort mit großem Kurpark ist ebenfalls von mehreren Seen und viel Wald umgeben.

www.moelln-tourismus.de

Büchen – „Limes Saxoniae“, „nasse“ Salzstraße und innerdeutsche Grenze

Büchen lag unmittelbar an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und ist heute wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Das Kulturzentrum „Priesterkate“ von 1649 in Büchen-Dorf informiert darüber sowie über Historisches zur „nassen“ Salzstraße. In der ehemaligen Grenzregion, die besonders gut mit dem Fahrrad erkundet werden kann, verlief schon der Limes Saxoniae des römischen Reiches.

www.buechen.de/kultur/priesterkate/

Prächtige Herrenhäuser

Die zahlreichen, heute in Privatbesitz befindlichen, Guts- und Herrenhäuser bereichern die Landschaft des Lauenburgischen. Manchmal in ihren Parkanlagen verborgen, findet sie der Besucher etwa in Kulpin, Niendorf/Stecknitz und Grambek, Gudow, Hollenbek, Groß Zecher und Seedorf. Ihr Ursprung liegt zumeist mehr als 800 Jahre zurück, als Heinrich der Löwe im Zuge der Christianisierung Menschen aus Niedersachsen und Westfalen ins Lauenburgische lockte.

Kultur und Kunsthandwerk

Ein kultureller Höhepunkt in der Jahresmitte ist der alljährliche „KulturSommer am Kanal“, wenn der ganze Kreis die Künste und den Sommer auf unzähligen großen und kleinen Bühnen feiert. Beliebt sind auch die vielen Kulturfeste und Kunsthandwerkermärkte wie alljährlich auf Schloss Wotersen, einem barocken Herrenhaus mit englischer Parkanlage. Außerdem finden sich in der hügeligen Landschaft überall archäologische Denkmäler. Reste mittelalterlicher Ringburgen, Grabhügel oder ein bronzezeitliches „Totenhaus“ machen den Ausflug zu einem geschichtlichen Abenteuer.

Einen Überblick über das kulturelle Angebot der Region finden Sie unter:

www.herzogtum-lauenburg.de